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27. Jahrestag der Partnerschaft zwischen den Gemeinden Windhagen und Pfaffschwende wurde im Eichsfeld/Thüringen gefeiert

  • Teilnehmer auf geschichtsträchtigen Spuren der deutsch-deutschen Grenze
  • Ausflüge führten zum Grenzmuseum in Asbach-Sickenberg und zur Burg Gleichenstein bei Wachstedt
  • Westerwald-Bilderband und Apfelbaum waren Partnerschaftsgeschenke

 

Die Besuchergruppe vor dem Grenzmuseum 
Die Besuchergruppe vor dem Grenzmuseum

 

18.10.2018Bei bestem Herbswetter fuhren die Windhagener am Freitag nach dem Tag der Deutschen Einheit mit dem Bus nach Pfaffschwende. Anlaß war das 27. Treffen der kommunalen Gemeinden. Basis der Partnerschaft sind die seit 1990 bestehenden Kontakte der beiden St. Bartholomäus-Kirchengemeinden. Die Partnerschaft wurde am 02.09.1991 in Pfaffschwende im Saal Schmalstieg durch die Bürgermeister Jürgen Jacob (damals Pfaffschwende) und Josef Rüddel mit ihrer Unterschrift unter die Partnerschaftsurkunde besiegelt.

Reiseleiter war diesmal Ernst-Dieter Meyer, 2. Vorsitzender des Heimat- und Verschönerungsvereins Windhagen (HVV), der seit Kurzem auch Ratsmitglied ist. In der Ortsmitte von Pfaffschwende wurden die Reisenden von den Bürgermeister Uwe Wagner und seinem Stellvertreter Ernst Braun und Ratsmitglied Marion Liedtke von den Landfrauen und den Gastfamilien herzlich begrüßt. Der Abschluß des Tages stand für private Unternehmungen zur Verfügung.

Am Museum befindet sich noch ein Teil der früheren Grenze von ca. 1,5 km
Am Museum befindet sich noch ein Teil der
früheren Grenze von ca. 1,5 km

Die Gemeinde Pfaffschwende hatte für ihre Gäste wieder ein besonderes Programm vorbereitet. Am Samstagmorgen war das Ziel des ersten Ausfluges das Grenzmuseum Schifflersgrund in Asbach-Sickenberg in dem seit mehr als 25 Jahren das Geschehen an der innerdeutschen Grenze interessant und anschaulich zum Thema gemacht wird.

Das Museum ist das älteste Grenzmuseum Deutschlands. Es ist Denkmal, Begegnungsstätte und Lernort an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen der früheren DDR und BRD. Im Rahmen der Führung in zwei Gruppen wurde die Thematik verständlich gemacht. Besonders der noch im Original erhaltene Teil der Grenzanlagen beeindruckte die Besucher. Das Mittagessen gab im Ausflugslokal "Alte Schmiede" in Sickenberg.

Am Abend fand im Saal der Gaststätte Schmalstieg eine Festveranstaltung statt. Bürgermeister Uwe Wagner begrüßte alle Besucher nochmals offiziell. Ernst-Dieter Meyer sprach ein Grußwort für die Windhagener Gemeinde und die Gäste. Meyer übergab an Bürgermeister Uwe Wagner als Gastgeschenk der Windhagener Ortsgemeinde den neuesten Bildband des Westerwald-Vereins "Kultur- und Wanderland Westerwald.

Am Vormittag hatte er als besonderes Präsent der Gemeinde bereits einen Apfelbaum der Sorte "Malus graue Herbstrenette" überreicht. Der Baum wird seinen Platz vor dem Kindergarten in Pfaffschwende finden und soll Früchte, die ab Oktober lagerfähig sind, für die Kinder tragen. Es handelt sich also um den idealen Partnerschaftsbaum mit Erinnerungs- und Erneuerungseffekt.

Bürgermeister Uwe Wagner (li.) und Ernst- Dieter Meyer (re.) mit den Musikern von  "Kinkerlitzchen"
Bürgermeister Uwe Wagner (li.) und Ernst-
Dieter Meyer (re.) mit den Musikern von
"Kinkerlitzchen"

Auch für die Unterhaltung war bei der Festveranstaltung gesorgt. Es gab von "Kinkerlitzchen", die man laut eigenem Bekunden der Mitwirkenden nicht beschreiben, sondern sie erleben muß, Satire, auch teils Komik mit einem musikalischen Bildungsauftrag. Heiko Lendeckel und Niels Thüne wurden dabei vom "Singenden Bürgermeister" Uwe Wagner auf der Gitarre unterstützt. Nach der lustigen Wirtshausmusik, die alle begeisterte, klang der Abend aus. Es bestand auch die Möglichkeit für einen Smalltalk mit den Musikern.

Am Sonntag besuchten Pfaffschwender und ihre Windhagener Gäste den Erntedankgottesdienst in der Pfarrkirche St. Bartholomäus, der von Pfarrer Mathias Mötzung zelebriert wurde. Vor einem Seitenaltar brannte traditionell die Partnerschaftskerze.

Die Besucher vor dem Tor der Burg Gleichenstein 
Die Besucher vor dem Tor der Burg
Gleichenstein

Danach führte die Fahrt zur bei den Eichsfeldern sehr beliebten geschichtsträchtigen Burg Greifenstein. Am Tor zur Kernburg begrüßte Armin Otto, der mit Christoph Weidner die über einen längeren Zeitpunkt leerstehende Anlage erworben hat, die Besucher. Beim Rundgang erläuterte er die Geschichte und die anstehenden Restaurationsmaßnahmen der Burg, verbunden mit einem Ausblick auf die Nutzung des Bauwerkes.

Nach der Rückkehr nach Pfaffschwende gab es noch ein Essen im Saal Schmalstieg und danach verabschiedeten sich Bürgermeister Uwe Wagner und die Pfaffschwender von ihren Gästen, die dann die Rückreise antraten.

Vielen Dank liebe Pfaffschwender für eure wie immer liebevolle, herzliche Gastfreundschaft und auf Wiedersehen in 2019 in Windhagen.


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